Auch Rathenow kann nicht punkten

Neidlos erkannte Gästetrainer Ingo Kahlisch die Leistung des DDR-Rekordmeisters in der Regionalligabegegnung am vergangenen Samstag an. Der BFC siegte verdient mit 1:0 durch ein Tor von Malembana in der 12. Minute.

Trainer Matthias Maucksch schickte folgende Spieler in die Partie: Hendl im Tor, Grundmann, Brendel, Cepni und Malembana in der Abwehr, Özkan (87. Cubukcu), Brandt (71. Brumme), Rausch und Lambach im Mittelfeld sowie Schulz und Atici im Sturm.

Mit einem herzlichen „Sport frei“ begrüßte er die anwesenden BFC-Fans und Pressevertreter und erinnerte noch vor der Pressekonferenz an seinen verstorbenen Freund Egon Rohde, der viel zum Erfolg des BFC Dynamo in der DDR beigetragen hatte. Nicht nur dafür hat er mehr als Respekt verdient.

Zum Spiel brauchte er nicht viel zu sagen, denn trotz des knappen Ergebnisses war es eine eindeutige Sache. Sein Verein hat im Gegensatz zu einigen in der Tabelle höher stehenden Vereinen viele Investitionen leisten müssen, die andere seit Jahren nicht leisten brauchen, obwohl sie Lizenzgrundlage sind. Dieser Wettbewerbsnachteil verhindert höhere Ambitionen.

Im Gegensatz dazu hat der nächste Gegner, der FC Karl-Marx-Stadt, andere Sorgen. Sportlich läuft es durch die großzügige Insolvenzregelung des DFB super, doch intern brodelt es gewaltig. Verband und Funktionäre können sich nicht deutlich genug von der Trauer um den Tod eines ehemaligen Angestellten des Klubs distanzieren und politisieren das übliche Gedenken. Traurig, daß man nicht einmal mehr bei einem Todesfall die politischen Fehden ruhen lassen kann.

Am Mittwoch wird dann der Regionalligafußball rollen und vom Papier her hat der BFC Dynamo keine Chance, doch er wird sie nutzen. Um 19.00 Uhr wird im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark angepfiffen und auf der Haupttribüne werden die Fans fest geschlossen dem DDR-Klassiker beiwohnen. 

Die Vereinsheimcrew wird trotz der polizeilichen Auflagen für eine halbwegs vernünftige Beköstigung der Zuschauer sorgen, egal wie es ausgeht. Deshalb heißt es: Abwarten und Tee trinken! 

Wir sehen uns!